Interview mit TEMPS PERDU? für BLACK, Das alternative Musikmagazin [Deutschland]. August 1997 - Fragen von Thomas Wacker
 
Was könnt Ihr mir über die Anfänge von TEMPS PERDU? berichten?
Welche Intention steckt hinter diesem Projekt?
 
Es bestand einfach der Wunsch, Ideen und Gefühle einmal selbst in eine abstrakte, musikalische Form umzusetzen, musikalische Gemeinsamkeiten und Vorlieben zu entdecken und zu erforschen. Unsere Liebe zur Musik mußte ganz einfach irgendwann in einen kreativen Rahmen landen, für uns ein ganz natürlicher, selbstverständlicher Schritt, der allerdings nicht von heute auf morgen kam, sondern langsam aber dennoch bestimmt. TEMPS PERDU?´s Geschichte ist natürlich auch ganz eng an unsere private Beziehung geknüpft (wir sind seit 1982 ein Paar). Es ist für uns eine ganz besondere Gefühlsebene, in der wir uns musikalisch ausdrücken.
 
Catherine: "Den ersten Schritt machte Dirk 1985 mit dem Kauf eines analogen Moog Synthesizers. Ich hatte den Hang zur Musik zwar durch mein Schnuppern im klassischen Bereich (Klavierunterricht) schon geweckt, aber erst Jahre später kam der Wunsch auf, eigene Musik zu schreiben. Nach einigen Soloarbeiten von Dirk, war mein Interesse wieder geweckt. Wir komponierten sporadisch, dann immer öfter und nach und nach ist das Projekt TEMPS PERDU? entstanden.
 
Vorläufer von TEMPS PERDU? war le PETIT MORT. Gab es hier musikalische Unterschiede und wieso habt Ihr Euch für einen Namenswechsel entschieden?
 
Unter dem Pseudonym LE PETIT MORT erschien 1987 die Cassette "Inconsequence", an der Catherine allerdings nur an zwei Tracks mitgewirkt hatte. Die Cassette war so eine Art Egoprojekt von Dirk und hat wenig mit unserer heutigen Musik zu tun. Sie war zum Teil collagenhaft, zum Teil die Resultate der ersten Begegnungen mit Synthesizern, 4 Spur Recordern, Sequencern und Drumcomputern. Stylistisch war es eine wilde Mischung aus Electropop, Music Concrete, Industrial, Elektronischer Musik und Ambient. Nachdem sich Catherine mehr und mehr für das Schreiben von Musik begeisterte, fühlten wir das dies ein Neubeginn war und suchten gleich nach einem neuen Projektnamen.
 
Bevor 1993 Euer erstes CD-Album "Athanor" auf Eurem eigenen Label TIMEBASE erschien, wart Ihr bereits einige Jahre (1985-1993) musikalisch aktiv. Wieso habt Ihr Euch erst so spät für eine CD-Veröffentlichung entschieden?
 
Nach ersten Experimenten unter LE PETIT MORT erschien dann 1988 die LP Compilation "Second Strike" [Turn-a-bout] mit unserem ersten offiziellen Track unter dem Pseudonym TEMPS PERDU?. 1990 kam die 7" Single "Temps Perdu?" [Turn-a-bout], Anfang '93 dann die erste Fulltime CD "Athanor" [Timebase]. Warum hat's so lange bis zur Debüt CD gedauert? Wir haben von 1985-1990 sehr aktiv am Label Turn-A-Bout mitgewirkt und in dieser Zeit auch diverse exklusive Compilation Tracks produziert. Außerdem hatten wir bis Ende der 80er kein richtiges eigenes Studio, wir mußten mit mittelmäßigem 4-Spur Equipment auskommen, das uns immer wieder blockiert hat, so richtig loszulegen. Das wir unsere CD auf unserem damals bei Erscheinen von "Athanor" gegründeten Label TIMEBASE herausbrachten, verzögerte die Sache nochmals, da wir erst einige Sachen wie Coverartwork, Mastering, Presswerk, Labelcode, Gema, GVL, Verlagsrechte, Steuerrecht, Vertrieb, Anzeigenkampagnen u.s.w. abklären mußten. Nicht zu vergessen die Projekte JESUS DRUM und PSYGRAM die Dirk paralell mit Kumpan Siegfried Fischer ins Leben gerufen hat.
 
Veröffentlichungen:
 
1988 MC 30 JESUS DRUM "Freier Mensch" [SDV-Germany]
1991 CD MENGRAD & PSYGRAM "In Dreamshow" [Flabbergast-Germany]
1995 CD PSYGRAM "Vision of Shadows" [Playloud-Portugal] (aufgenommen 1992-93).
 
"Temps Perdu" bedeutet übersetzt soviel wie "verlorene Zeit"; was Ihr mit einem "?" in Frage stellt.
Was wollt Ihr damit ausdrücken?
 
Die Zeiten sind zu hektisch geworden. Wir versuchen mit TEMPS PERDU?, die Ketten von Zeit und Raum zu sprengen, die uns Europäer oft behindern, geistige Tiefe und innere Zufriedenheit zu empfinden. Der Projektname soll außerdem verdeutlichen, daß nicht jede Anstrengung die mit Mißerfolg endet, gänzlich umsonst sein muß. Wir wachsen doch mit unseren Fehlschlägen, unseren Erfahrungen und Erfolgen. Und schließlich gibt es da noch das Buch von Alain Proust "à la recherche du Temps Perdu"...
 
In der Vergangenheit wart Ihr auch in das Düsseldorfer Club-Projekt ZAKK involviert, welches heute wohl nicht mehr existiert. Wie sah Eure Beteiligung damals aus und was denkt Ihr, hat ZAKK bewegt?
 
Das Düsseldorfer ZAKK ist eine Kulturstätte die immer noch existiert, trotz radikaler Kürzungen seitens der Stadt. Wir sind zweimal als TEMPS PERDU? im Rahmen von selbstorganiserten Festivals im ZAKK aufgetreten:

- 1989 2-Tages Festival "The Final Strike" organisiert von den Düsseldorfer Labeln Turn-a-bout und SDV.
- 1991 LP-Compilation Präsentation "Mouth can't spell" des Wuppertaler Labels "Pigture Disc"

Das ZAKK war damals ein wichtiger Ort, wo sich hin und wieder Avantgarde-Künstler entfalten konnten. Durch den enormen finanziellen Druck, gibt es aber dort im Moment kaum "Risikoveranstaltungen" mehr..
 
Wie viele andere Künstler des Dark-Ambient-Bereiches - z.B. STEVE ROACH - arbeitet auch Ihr in einem eigenen Studio. Worin besteht - Eurer Meinung nach - der Vorteil eines eigenen Studios bei den Aufnahmen?
 
Der Hauptgrund für die Entscheidung ein eigenes Studio einzurichten, war der Gewinn an Spontanität und Unabhängikeit beim Stücke schreiben, und die Begeisterung für Technik im Allgemeinen. Man muß keinem Tontechniker erklären was man will, man macht es gleich selbst. Man arbeitet viel intimer - man ist mit sich und seiner Musik allein, keine die Atmosphäre störenden Personen sind anwesend. Einen großen Teil unseres spezifischen Sounds macht sowieso das Experimentieren mit dem "Instrument" Studio aus. Unser Studio ist Ideenlieferant, es entstehen Sachen, die nie in einem Mietstudio hätten entstehen können. Man hat mehr Zeit experimentell an die Sache ranzugehen, im Mietstudio geht's nach dem "Time is Money" Prinzip, man scheut komplizierte Vorgänge. Die Kehrseite ist, daß eine Menge Geld und Zeit für den Aufbau eines Studios draufgeht.
 
Musikalisch unterscheiden sich Eure beiden Alben "Athanor" und "Terra Incognita" sehr deutlich. Während "Athanor" noch sehr experimentierfreudig und fast ein bißchen verspielt scheint, präsentiert sich "Terra Incognita" eher düster und mystisch. Auch verzichtet "Terra Incognita" fast vollständig auf Catherines elfenhaften Gesang. Könnt Ihr diesen Stilwandel erklären?
 
Als wir "Athanor" aufgenommen haben, waren wir beide noch stark von europäischen Songstrukturen beeinflußt. Unser nächstes Album sollte mehr Atmosphäre haben, mystischer, fließender und in der Tat weniger verspielt sein. Wir wollten mehr Tribal Drums haben, weniger Sequenzen, mehr dunkle Flächensounds. Es ging uns darum, wie der Titel schon sagt, unerforschte Regionen unseres menschlichen Weltbildes zu vertonen. Bei den auf "Terra Incognita" vorliegenden Kompositionen, hat es sich unbewußt nicht ergeben, Gesang - bis auf wenige Passagen - miteinzubeziehen. Es ist nicht leicht, eine abstrakte Atmosphäre zu schaffen, wenn Gesang im Spiel ist.
 
Bevor Eure Arbeiten an "Terra Incognita" begannen, habt Ihr Lanzarote, Ägypten und den Südwesten der USA bereist, und Euch von der Landschaft inspirieren lassen. Vielleicht klingt die folgende Frage etwas naiv.... aber wie setzt man seine gewonnenen Eindrücke in Musik um?
 
Deine Frage ist nicht naiv. Es ist auch für uns immer wieder überraschend, wie am Ende unsere musikalischen "Übersetzungen" von solchen Eindrücken klingen. Es ist ein besonderes Feeling für Sound, Klangfarbe und Komposition erforderlich, um visuell sentimentale Eindrücke zu vertonen. Man hat die Bilder vor Augen, und versucht Ton und Bild in Einklang zu bringen, das Ganze natürlich stark subjektiv geprägt. Die Weite, die Ruhe und die geheimnisvolle, magische Kraft der Orte, die wir besuchten, findet sich stark in den neueren Tracks wieder. Wir versuchen in unserer Musik, analog zu den angesprochenen Landschaften, Freiräume zu schaffen, in denen sich der Zuhörer entfalten kann.
 
Welche Instrumente verwendet Ihr für Eure Aufnahmen und wie lange dauern in der Regel Eure Arbeiten an einem Album wie "Terra Incognita"?
 
Wir arbeiten mit Synthesizern, Tempelglöckchen, diversen exotischen Flöten, Crotales, Zither, Ocarina, Xaphoon, Octapad, Xylophon, Claves, Rasseln, Sampler, Wok, Rainmaker, digitalen Loops und Effektgeräten. Manchmal auch mit zweckentfremdeten Alltagssachen wie Küchenutensilien u.s.w. Auf jeden Fall sind wir stets bemüht, die Elektronik so mit akustischem Instrumentarium miteinander zu verknüpfen, daß man nicht mehr sagen kann wo die Akustik anfängt und wo die Elektronik aufhört. Bisher haben wir in der Regel 2 Jahre an einem Album gearbeitet.
 
Wo seht Ihr selbst Eure musikalischen Einflüsse und Inspirationen?
 
Wir sind von Träumen und Phantasien inspiriert. Wir interessieren uns stark für untergegangene Kulturen und deren Mythen, als auch für Science Fiction und die Geheimnisse des Weltalls. Mit TEMPS PERDU? beschreiben wir musikalisch das, was uns kulturell und philosophisch fasziniert. Mit Worten nicht beschreibbare Gefühle und Gedanken in Musik zu fassen, das ist der Reiz.
 
Die für TEMPS PERDU? wichtigsten musikalischen Initialzündungen kamen u.a. von Brian Eno, Jon Hassell, :Zoviet*France: und den Soundtracks "Birdy" und "Passion", beide von Peter Gabriel. Wir lieben die Art und Weise wie z.B. Eno/Hassell auf "Possible Music - Fourth World Vol.1" von 1980 archaische Instrumente mit modernster Elektronik verfremdeten und zu solch hypnotischen Soundscapes formten. "Passion" von Peter Gabriel ist seit Erscheinen im Jahre 1989 immer noch unsere absolute Lieblingsplatte. Derzeit gehören u.a. Leute wie Steve Roach, O Yuki Conjugate, Jorge Reyes, Robert Rich, Radio Massacre International, Alio Die oder Michael Stearns und die New Electronica Sachen von Labeln wie z.B. Fax, Warp, oder Beyond zu unseren Favoriten.
 
Wie würdet Ihr Eure Art der Musik am ehesten umschreiben? Könnt Ihr mit dem Begriff "Dark Ambient" etwas anfangen?
 
Unsere Musik zu umschreiben fällt uns sehr schwer. Wir versuchen bildhafte Musik zumachen, die einerseits erst durch technischen Fortschritt in Form der endlosen Klangvielfalt elektronischer Klangerzeuger entsteht, aber anderseits einen bei seinem, von der postindustriellen Gesellschaft fast verdrängten, archaischem Urempfinden anpackt.
 
Begriffe wie "Dark Ambient" "Tribal Ambient", "Fourth World" oder "Ethno-Ambient" sind Versuche Kategorien zu finden und mit Worten zu umschreiben, wie eine bestimmte Musik klingt. Das dies nur unbefriedigend funktioniert,wissen wir alle. Wir messen diesen Begriffe deshalb nicht sonderlich viel Bedeutung, obwohl sie natürlich wichtig sind um überhaupt über Musik sprechen zu können. "Fourth World Music", von Jon Hassell in den 70ern ins Leben gerufen, ist immer noch unser Lieblingsbegriff.
 
Seltsamer Weise haben TEMPS PERDU? bisher immer mehr Anklang im nahen Ausland wie Frankreich oder Belgien gefunden; während man im eigenen Land fast unbekannt ist. Wie erklärt Ihr Euch diese Tatsache?
 
In England, Frankreich, Belgien, Italien und besonders in den USA scheint mehr Interesse an uns zu bestehen, sowohl was Radioeinsätze und Interviews bzw. Artikel und Rezensionen betrifft. In Deutschland gibt es dagegen kaum Infrastruktur was unsere Musikrichtung angeht. Fakt ist, daß sich die hiesige Vertriebs-, Presse und- Radiolandschaft uns gegenüber in der Vergangenheit sehr zurückhaltend verhalten hat, was sich aber im Moment bessert. Der Kreis der Dark Wave / Industrial Anhänger und die die dazugehörigen Magazine scheinen ja momentan Künstler wie Vidna Obmana, Robert Rich oder Steve Roach zu entdecken. Das Gleiche gilt übrigens auch für die EM Abteilung, da in diesem Bereich die Flut der belanglosen Veröffentlichungen stark zugenommen hat, und die Leute neue Kicks suchen. Im TV und Radiobereich sieht's mittlerweise auch besser aus: Im Rahmen von "Voyager-X Large" im HR2 wurden z.B. unsere beiden Fulltime Alben und die Mini CD komplett an einem Stück gespielt. Der HR3 wiederum hat Musik aus unseren Produktionen für einen Dokumentationsfilm über den Komunikationsprofessor und Archäologen Harald Braem benutzt.
 
Ihr habt für "Terra Incognita" auch mit STEVE ROACH zusammengearbeitet. Was haltet Ihr persönlich von seiner Art der Musik und wie gestaltete sich diese Collaboration?
 
Die Beziehung zu Steve und seiner Frau Linda ist eine ganz besondere. Am Anfang stand natürlich die totale Begeisterung für Steve's Musik im Vordergrund, mittlerweile sind wir vier sehr gute Freunde geworden, trotz der 8500 Kilometer Distanz. Wir fühlen die Musik und das allgemeine Leben auf einer ähnlichen Ebene und somit war die Zusammenarbeit mit Steve an dem ein oder anderen Stück harmonisch und inspirierend. Er hat uns stark beeinflußt, obwohl wir unseren ganz eigenen Stil haben. Steve entfaltet eine enorme Power, wenn er im Studio arbeitet. Er beherrscht die Technik was sehr wichtig ist, will man spontan und konzentriert arbeiten. Er schirmt allen Streß von den Musikern ab, macht produktive Vorschläge wenn eine Inspirationslücke entsteht...kurzum: Ein Profimusiker, Freund und ein Traumproduzent dazu!
 
Habt Ihr Steve auch im Rahmen Eurer Kalifornienreise besucht? Wenn ja, würde mich interessieren, wie man sich seinen Lebensraum und das berüchtigte TIMEROOM-Studio vorstellen darf?
 
Wir haben ihn und seine Frau Linda 1994 und '96 jeweils für eine Woche in seinem amerikanischen Domizil in Tucson/Arizona besucht. Praktischerweise haben wir jeweils im Anschluß unseren Urlaub in Südwesten der USA verbracht. Die Naturwunder und Wüstenlandschaften von Arizona, Utah, Nevada und Kalifornien sind atemberaubend!! Wir haben seit dem ersten Besuch regelrecht "Heimweh" - wir fühlen uns dort wie Zuhause. Steve's Lebensraum ist geprägt von der schier unendlichen Weite der Wüste, die übrigens dort sehr grün ist und voller Leben ist. Trotzdem bietet Tucson alle Annehmlichkeiten einer großen Stadt. Aus Steve's Timeroom sieht man nichts als einsame, unbebaute Wüste...in der Ferne begrenzt eine Bergkette die Sicht. Tagsüber sammeln Wüsteneichhörnchen Kakteenfrüchte im Steingarten, nachts heulen die Coyoten. Die Stimmung ist einfach unbeschreiblich...Steve versteht es wie nur wenige die immense Kraft und Weite dieser Landschaft in Musik umzusetzten. Ansonsten ist der "Timeroom" mit den allerfeinsten elektronischen Gerätschaften ausgestattet. Als Kontrast zur High Tech stehen Didgeridoos, Gongs, Trommeln, Tonscherben, Flöten u.s.w. herum...eine ausgesprochen kreative Atmosphäre umgibt einen.
 
Wie sehen Eure persönlichen Top-10 aus?
 
Eine Auswahl unserer 10 Lieblingswerke aufzuschreiben ist für uns unmöglich. Deshalb nachfolgend eine völlig unvollständige Auswahl, auf die wir uns zum größten Teil beide einigen konnten... (alphabetisch)
23 SKIDOO > Seven Songs
ALIO DIE > Under an holy Ritual
BAKED BEANS > Baked Beans
LES BAXTER > The exotic moods of Les Baxter
CABARET VOLTAIRE > The Voice of America / The Crackdown
CHRIS & COSEY > Trance
BRIAN ENO > Ambient Vol.IV: On Land
DELERIUM > Stonetower
PETER GABRIEL > Passion
JEFF GREINKE > Changing Skies
JON HASSELL > Power Spot
KRAFTWERK > Die Mensch Maschine/Computerwelt
MO BOMA > Myth of the near Future Vol. 1-3
MUSLIMGAUZE > Al-Zulfiquar Shaheed
PETE NAMLOOK > Air Vol.1-3
O YUKI CONJIGATE > Peyote
RADIO MASSACRE INTERNATIONAL > Frozen North
JORGE REYES > Comala / Mort Aux Vaches
THE RESIDENTS > Not available / Tunes of the two Cities
STEVE ROACH > Origins / Artifacts / Dreamtime Return / The Dreamcircle
ROBERT RICH > Propagation
KLAUS SCHULZE > Body Love Vol.1 & 2 / Dome Event / Nuff Said
PAUL SCHÜTZE > Annihilating Angel / Rapture of Metals / Apart
SIOUXSIE and THE BANSHEES > Juju
MICHAEL STEARNS > Lost World
SUSPENDED MEMORIES > Forgotten Gods / Earth Island
SPK > Zamia Lehmanni
TANGERINE DREAM > Rubicon / Zeit / Phaedra / Poland
STEVE TIBBETTS > Northern Songs
THE ANTI GROUP > Digitaria
VIDNA OBMANA > Spiritual Bonding
:ZOVIET*FRANCE: > Misfits, loony Tunes and squalid Criminals
Gibt es konkrete Pläne für die musikalische Zukunft von TEMPS PERDU?
 
Ein neues Full Time Album wird erst circa Mitte 1998 auf den Markt kommen. Wir sind mit den neuen Stücken, sehr zufrieden, haben aber durch unser Label und den Mailorder Vertrieb in den letzten 2 Jahren nur wenige fertiggestellt. Dazu kommt der kompletter Umbau unseres Studios und die Geburt unseres Sohns Yvo. Wir haben den Mailorder trotz der recht großen Resonanz mittlerweile aus Zeitgründen eingestellt. Die Zukunft unseres Label steht momentan auch in den Sternen. Wichtig ist uns derzeit mehr den je für TEMPS PERDU? genug Ruhe zu haben, um alle Ideen zu verwirklichen.
 
Nebenher produzieren wir immer wieder Tracks für Compilation CD's. Im Frühjahr ist z.B. der französische "Ahimsa" Samplermit Tuu, Shinjuku Thief, Spoke, Nightmare Lodge u.s.w. erschienen. Derzeit arbeiten wir an einem 10 Minuten Stück für ein ambitioniertes Kölner Projekt, das sich um das Thema Wasser dreht, im Jahre 2000 (!) erscheinen soll, und an dem z.B. Jaki Liebezeit (Can) oder Helmut Zerlett von Baked Beans und # 9 Dream (beide auf Recycle or Die) teilnehmen.Außerdem laufen Verhandlungen über eine Installationsmusik, die ein Jahr im Rahmen von "Weimar - Kulturhauptstadt 1999" laufen soll.
Filmmusik wäre ein spannendes Thema für uns, haben uns allerdings noch nie im speziellen damit auseinandergesetzt. Auf jeden Fall bleibt's aufregend und wir freuen uns auf jedes neue Projekt.
Catherine Ledit-Grützmann
Dirk Grützmann

August 1997